Special: E-Commerce mit Wordpress

In den vergangenen Entwicklungszyklen hat WordPress viele Funktionen erhalten, die es zu einem vollständigen CMS erweitert haben. Was spricht also dagegen, auch einen Onlineshop auf Basis der Software zu betreiben? Wir stellen Ihnen zwei Lösungen vor und zeigen Ihnen, worauf Sie achten müssen (Stephan Lamprecht)

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Sie haben ein E-Book geschrieben, das Sie kostenpflichtig auf Ihrer eigenen Seite vertreiben wollen? Oder Sie wollen den Besuchern Ihres Blogs einige ausgewählte Produkte zum Kauf anbieten? Für den Einsatz von Magento und ähnlicher Shop-Lösungen spricht, dass dafür zahlreiche Erweiterungen angeboten werden, die etwa die Einbindung von Zahlungssystemen erleichtern oder das System mit einer Warenwirtschaft verbinden.

Bis ein Shop auf Basis eines solchen E-Commerce-Boliden eröffnet werden kann, sind aber viele Anpassungsarbeiten notwendig. Viel Aufwand, wenn es lediglich um den Verkauf eines übersichtlichen Warenangebots geht. Wer direkt aus seinem Blog auf Basis von WordPress Artikel verkaufen möchte, kann aus einer wahren Flut an Plug-ins wählen, die alle versprechen, die Software mit den notwendigen Funktionen nachzurüsten. Aber welches davon passt auf Ihre Bedürfnisse?

Außenstelle oder zentraler Shop?

Wer einen Shop vollständig in Eigenregie betreiben will, sieht sich mit einer Menge an Aufgaben konfrontiert. Eine der wesentlichsten besteht in der Abwicklung des Einkaufs der Kunden. Rechnungen müssen geschrieben und Zahlungen abgewickelt werden. Exakt aus diesem Grund nutzen viele Händler oder Gewerbetreibende gern bereits vorhandene Marktplätze (wie zum Beispiel Dawanda), um sich der bereits vorhandenen Infrastruktur des Marktplatzbetreibers zu bedienen.

Für die Einbettung solcher externer Shops bietet die Entwicklergemeinde ebenfalls Plug-ins an. Ob eBay, CafeePress oder Dawanda: Mit wenig Aufwand verweisen Sie auf Ihre Angebote beim Betreiber. Die eigentliche Transaktion findet dann aber dort statt. Mehr Leistung benötigt jeder, der einen kompletten Shop direkt in WordPress betreiben will. Denn hier müssen Produkte präsentiert werden, der Kunde erwartet einen Warenkorb und schließlich fallen im Hintergrund viele Arbeiten im Rahmen der Artikel- und Zahlungsverwaltung an.

Der Klassiker: WP E-Commerce Plug-in

Am WP E-Commerce Plug-in (www.getshopped.org) führt fast kein Weg vorbei. Das Programm wird kontinuierlich weiterentwickelt und inzwischen sind auch zahlreiche Erweiterungen vorhanden, die das Plug-in funktional ergänzen. Nach der Installation stehen Ihnen zwei weitere Bereiche im WordPress-Backend zur Verfügung, einerseits die Artikelverwaltung für das Warenangebot, zum anderen die Verwaltungsfunktionen des Shops selbst. Direkt aus der Box heraus können Sie Zahlungen per PayPal und Google Checkout anbieten. Ergänzt werden kann das Programm schließlich noch durch kostenpflichtige Upgrades, die beispielsweise die Zahl der Zahlungsanbieter erweitern.
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